Schatten und Licht - Depressionen nach der Geburt


"Freue dich über dein Kind - reiß dich doch zusammen!" - so lauten oft gut gemeinte Ratschläge, wenn eine Mutter nach der Geburt wenig Fröhlichkeit empfinden kann und der Alltag zur Last wird. Doch solche Ratschläge helfen nicht weiter, es ist gerade das positive Lebensgefühl, das jetzt fehlt. Der Grund kann eine postpartale Depression sein, die auch noch Wochen nach der Entbindung einsetzen kann.

Wie bei einem großen Puzzle, das sich aus unterschiedlichen Teilen zusammensetzt, sind auch die Ursachen, die zu einer Depression führen, meist vielfältig. Familiäre Belastungen und schwierige soziale Umstände können ebenso wie die hormonellen Veränderungen nach der Geburt zu dieser Krise beitragen. Ein wichtiger Risikofaktor ist auch eine frühere depressive Erkrankung.

Der "Baby Blues" ist die häufigste und leichteste Form der Wochenbettreaktion und geht meist rasch vorüber. Wenn sich die Symptome jedoch verstärken, kann dies auf eine Depression hinweisen. Niedergeschlagenheit, innere Unruhe, Schlaflosigkeit, Schuldgefühle oder Ängste erschweren dann den Alltag.
Die meisten psychischen Probleme in Verbindung mit Schwangerschaft und Geburt sind gut behandelbar und zwar umso besser, je eher die Behandlung beginnt.

Mit therapeutischer Hilfe fällt es leichter, mit den Symptomen und den Anforderungen des Alltags umzugehen und wieder gesund zu werden.

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Information Postpartale Depression